Factoryaner erzählen aus dem Factory Alltag / 2012
Wochenbericht 15.-18. Januar 2012
Thema: Einführung ins Factory-Leben, Der Lernkreis (LifeShapes), Infos über Social Media & Lerntechnik.
Referent: Stefano Lindsay, Markus Baumgartner, Olivier Niklaus
Tada, wir sind wieder da! Die erste „normale“ Factory Woche ist schon Geschichte. Die Zeit war im wahrsten Sinne sehr abwechslungsreich. In ein paar Unterrichtssequenzen wurden wir mit den Factory Vereinbarungen (wieder) vertraut gemacht. In einer 20 köpfigen WG braucht es schon ein paar Abmachungen damit das Zusammenleben gelingt und das wird es, da bin ich sicher.
Weiter zum nächsten Thema: Im Leben gibt es Momente, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Diese sind besonders prägend und können uns in positiver oder eben auch negativer Erinnerung sein. Oftmals sind die nicht so schönen Erlebnisse umso prägender und im Nachhinein betrachtet dürfen wir merken, wie wir an diesen Herausforderungen gewachsen sind. Es sind Schlüsselstellen, an denen wir uns bewusst dafür entscheiden müssen, uns der Situation zu stellen oder nicht. Im Unterricht über den Lernkreis (LifeShapes) zeigte Stefano auf, wie wir von solchen Erlebnissen am meisten profitieren können. Ich möchte mich auch in diesem Semester herausfordern lassen und vertraue auf Gottes Hilfe. Er möchte uns im Glauben und am Leben wachsen sehen und schaut dabei nicht nur zu. Er ist es, der positive Veränderung von innen nach aussen möglich macht. Das durfte ich schon erleben und bin dankbar dafür.
Facebook, MSN, Twitter und Konsorte sind heutzutage in aller Munde. Aber wissen wir, wie wir uns auf diesen Plattformen verhalten sollten? Markus Baumgartner gab uns am Dienstag einen Einblick, was zu beachten ist in der Benutzung dieser Medien und wie wir sie positiv nutzen können.
Der Dienstagabend stand unter dem Motto „süsse Gruppenkreativität“. Jede Mentoringgruppe hatte die Aufgabe aus bestimmten Zutaten und mit einer aufs minimalst reduzierte Angebot von Küchenutensilien einen möglichst originellen Dessert zu kreieren. Als spezielle Herausforderung galt die Pflicht eher ungewöhnliche Lebensmittel, wie Energy Drink, Saure Zungen oder Gummibärli irgendwo einzubauen. Ich war schwer beeindruckt von diesen kunstvollen Kreationen, die trotz diesen Extras alle sehr lecker waren. Also, für alle die Gruppenprozesse auf eine süsse Art fördern wollen, probiert es aus. *smile*!
Da wir jeweils Ende Semester eine Prüfung schreiben, die den einen mehr oder weniger Kopfschmerzen bereitet gehört in diesem Semester auch der Unterricht „Lerntechnik“ zum Schulstoff. Olivier Niklaus hat uns am Mittwochmorgen in das Thema eingeführt. Das Beispiel, sich auf ungewöhnliche Art einen Namen zu merken war einleuchtend. Olivier stieg über Tische zu Jeremy und bat ihn auch auf den Tisch zu stehen. Er stellt sich als Olivier vor, das komme von Olivenbaum und Jeremy soll ihn doch mal ein bisschen schütteln, da man so ja Oliven erntet. *smile*! Nächste Woche folgt Teil 2 von Lerntechnik und wir werden Olivier bestimmt beim Namen nennen können.
Wie ihr seht, sind wir super ins neue Semester gestartet und wir sind gespannt auf alles, was Gott für uns bereit hat.
Shalömchen!
by Christine
Das neue Semester hat gestartet! Januar 2012!
Wochenbericht 27. - 30. November 2011
Thema: Ansteckendes Christsein leben
Referent: Markus Bettler
Schon von Anfang an, hat uns/mich Markus Bettler angesteckt. Er hat schon alleine als Person das Thema durch sein Erscheinen hinüber gebracht. Zuerst bekamen wir am Montagmorgen eine gute Stunde für uns und Gott. Wir konnten hinaus oder in den Factory Räumlichkeiten bleiben und das "Vater Unser" ausgiebig beten. Das war für mich sehr ermutigend und tat mir gut. Denn gerade an diesem Wochenende fühlte ich mich sehr müde und wollte wieder mehr Zeit mit Gott verbringen. Das war schon eine super Energiebombe als Start. Anschliessend, wie auch nach jedem praktischen Einsatz die noch folgten, machten wir eine Austauschrunde. So erhielten wir einen Einblick, wie andere Factoryaner dies erlebten und dies war für mich sehr spannend.
Hauptsächlich ging es darum, unsere „Chicken line“ (Markus nannte sie so) zu überwinden, hinaus zu gehen und mit Menschen die Gott uns zeigt in Kontakt zu kommen. Ebenfalls trainierten wir dadurch auf Gott zu hören und mutig zu sein.
Da jeder an einem anderen Punkt steht und sich an verschieden Orten herausgefordert fühlt in der Evangelisation, konnte jeder selbst bestimmen wie er seine Herausforderung überwinden kann. Beim ersten Einsatz ging ich mit Suse zum Migros und segnete die Leuten, die sich dort aufhielten oder vorbeiliefen. Beim zweiten mal, ging ich alleine und ermutigte die Menschen die mir begegneten auf der Strasse. Für mich lag hier die Herausforderung auf Menschen zu zugehen, da dies mir schwer fällt. Ich kam aber zum Schluss, dass es eine Trainingssache ist und mir durch die Übung immer ein bisschen leichter fällt. Jetzt heisst es: dran bleiben.
Markus gab immer wieder spannende Theorieblöcke zum Thema Evangelisation weiter und seine Leidenschaft für Gott war nicht zu übersehen. Diese Tage waren sehr ermutigend, spannend, herausfordernd und lehrreich.
by Kristina

Wochenbericht 31. Oktober - 2. November
Thema: Einführung AT
Referent: Urs Thalmann
Diese Woche hatten wir mal wieder eine „normale“ Factorywoche. Obwohl ich es noch mag, die Factory an vielen verschiedenen Orten zu erleben, war es doch schön, nach drei Wochen Exil mal wieder im eigentlichen Factory-Zuhause zu sein mit einem „normalen“ Tagesablauf.
Als ich hörte, dass wir diese Woche Einführung ins AT haben, stellte ich mir einen etwas trockenen Unterricht vor. Doch unser Referent, Urs Thalmann, schaffte es wirklich, den Unterricht kreativ und spannend zu gestalten. Noch nie zuvor habe ich dreimal hintereinander die gleiche Karte abgezeichnet. Doch der Lerneffekt war da, nun habe ich einen Überblick über die Städte, Flüsse und Völker im AT.
Was ich auch noch sehr spannend fand, war, dass man das AT als Ganzes betrachten muss, als eine Einheit, und dass es in erster Linie erzählend ist. Zudem ist das AT identitätsstiftend, dort können wir herausfinden wer wir als Gemeinde sind und was unser Auftrag ist.
Ein zweiter Teil der mich faszinierte, war die Weisheitsliteratur, genauer die Kraft der Poesie. Ich glaube, dass Gott in der Kreativität des Menschen viel wirken kann, weil er selbst auch sehr kreativ ist (Er hat die Kreativität ja erfunden). Und schon die Menschen aus dem AT nutzten die Kreativität als Zugang, ihre Freude und ihr Leid Gott kund zu tun. Durch Lieder und Poesie konnten sie etwas in Wort fassen, was sonst nicht gesagt werden kann. Sie konnten den Zuhörer zum Nachdenken bringen, neue Hoffnung geben und auch auf einfache Weise etwas beibringen. Ich finde das sehr schön. Denn auch ich kann mich durch die Musik viel besser ausdrücken, kann Gott meine Gefühle zeigen, ihn loben oder ihm mein Leid klagen.
Am Mittwoch hatten wir noch Diplomfeiervorbereitung. Ich war zuerst ein bisschen zurückhaltend, an diesem Projekt zu arbeiten. Doch als es endlich mal ein bisschen Struktur und Gestalt annahm und ich sah, wie die Factoryaner ihre kreative Ader sprudeln liessen, wurde ich selbst motiviert. Ich freue mich immer wieder, wenn die Leute kreativ sind. Ich glaube, das wird eine wirklich super Diplomfeier!!

Wochenbericht 24. - 26. Oktober 2011
Thema: Zuerst Nachfolger sein (Leiterschaft)
Referen: Rusty Rickertson
Die Factory startete ausnahmsweise erst am Montagmorgen, da wir in Zürich zusammen mit ISTL ein Seminar besuchten. Das Seminar „Zuerst Nachfolger sein“, behandelte das Thema Gott ganz nachfolgen und dabei Leiterschaft wahrnehmen. Der Referent war ein Amerikaner Namens Rusty Rickertson.
Der Unterricht war für meinen Geschmack etwas theoretisch aufgebaut, ich konnte mir trotzdem vielewichtige Dinge notieren.
Der Punkt der mich am meisten angesprochen war folgender: Der Referent erklärte uns den Begriff Vertrauen. Es braucht meinen Willen, mein Verständnis, meinen Glauben und die Bereitschaft mein Herz zu öffnen und sich somit verletzlich zu machen. Mir wurde bewusst, dass es viel braucht, um jemandem zu vertrauen. Dies ist eine Herausforderung für mich, aber ich denke, wenn wir beginnen uns zu vertrauen und vorallem unserem Retter Jesus immer mehr vertrauen, können wir die wirklich tiefen Beziehungen leben, die wir uns als Menschen wünschen.
Ein weiteres Highlight war der Evangelisationseinsatz. Wir wollten nach dem Unterricht das Nachfolgersein gerade in die Tat umsetzen. Ich war in der Gruppe, die Lieder auf dem Bahnhofplatz sang. Ich habe schon mehrere Einsätze erlebt, und verschiedene Methoden gelernt, wie man die Leute auf der Strasse ansprechen kann. Singen war neu für mich. Ich empfand dies als sehr begeisternd und ich sang wirklich mit aller Leidenschaft mit. Wir sangen immer etwa zwei Lieder, danach gab jemand einen kurzen Input. Die meisten Leute gingen an uns vorbei, aber es gab einige, die einfach da standen und uns begeistert zuhörten. Ich war der Meinung, dass Singen vielleicht die Menschen nicht so ansprechen würde, aber ich weiss, es ist eine Art des Gebets und durch Gebete kann Gott wirken und zu den Menschen sprechen, unabhängig davon, ob es sichtbar oder unsichtbar für uns Menschen ist.
Ich danke Gott, dass er mich gebrauchen will, um Menschen im Leben zu helfen und seine Werte, seine Ziele in diese Welt zu bringen. ER ist es, der die Ketten, die uns in unsrem Leben gefangen halten, sprengen kann.
by Dänu

Wochenbericht 5. - 7. September 2011
Thema: Stille im Kloster im Beinwil
Diese Woche gingen wir ins Kloster um still zu sein, in die Ruhe zu kommen und über sich selbst und seine Beziehung zu Gott nachzusinnen. Wir starteten die Woche aber noch in der Factory, wo uns ein „explosives“ Dessert von Matthias erwartete. Das Dessert war im wahrsten Sinne des Wortes explosiv! :-D
Auf der Fahrt zum Kloster hörten wir mit vollem Bass Musik, da wir wussten, dass wir das in den nächsten Tagen nicht mehr tun können. Wir genossen es also noch richtig. Im Kloster bekam jeder von uns ein Einzelzimmer.
In meinem Zimmer konnte ich gut von der Hektik des Alltags abschalten, mich auf Gott konzentrieren, beten oder auch einfach mal ein Nickerchen nehmen. Am Morgen, Mittag sowie auch am Abend gab es jeweils ein gemeinsames Gebet, das 15 Minuten dauerte. Anfangs war es schwer für mich nicht zu lachen, da alles sehr monoton war und auf mich sehr strikt wirkte. Auch die gemeinsamen Abendessen im Stillen waren für mich eher lustige Erlebnisse als besinnliche. Mit der Zeit fiel mir das "still" sein aber immer leichter und ich fing an die Ruhe zu geniessen. Auch die gemeinsamen Gebete am Abend gefielen mir und liessen mich ehrfürchtig Gott begegnen.
Am Dienstag erlebten wir eine Pilgerwanderung. Dazu bekamen wir verschiedene Denkanstösse um mit Gott zu sprechen oder auf ihn zu hören. Das war etwas, was mir sehr zusagte und ich konnte so wirklich schnell in die Gegenwart Gottes finden. Ausserdem war die Pilgerstrecke wunderschön.
Gott hat mich im Kloster und auf der Pilgerreise über mein Gottesbild / Vaterbild nachsinnen lassen und mir gezeigt, was es heisst bei ihm zur Ruhe zu kommen. Er hat mir ausserdem auch verschiedene Möglichkeiten gezeigt, wie ich mit ihm ins Gespräch kommen kann.
Ich schätzte die Zeit im Kloster sehr und ich finde, dass das Kloster in Beinwil es wert ist für einen oder evt. sogar noch mehr Tage besucht zu werden.
by Stefan
Wochenbericht 22. - 24. August 2011
Thema Heiliger Geist
Referent: Matthias Wenk
Am Montag durften wir zuerst auf die Strasse um Leute in Biel für einen Gottesdienst einzuladen. Es war sehr interessant die Leute zu beobachten, wie sie auf junge Leute reagieren die sie ansprechen. Es gab Menschen, die eher abweisend reagierten und andere die sehr offen zuhörten. Für mich ist es jedes Mal wieder eine Überwindung einfach so auf Leute zu zugehen und sie anzusprechen. Doch da ich es schon einige Male machen durfte, verfliegt die Nervosität meistens nach der ersten Person die ich anspreche. Nach unserem Einsatz in Biel durften wir noch ein Bräteln mit der Gemindeleuten aus Biel geniessen und kühlten uns im See ab. so war ich am Dienstagmorgen wieder topfit und gespannt, was nun wohl in der Theorie in den nächsten zwei Tagen über den Heiligen Geist kommen würde.
Ich durfte den heiligen Geist mal aus einer Sicht kennenlernen über die ich noch nie wirklich nachdachte. Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Unterricht. Mir wurde wieder mal klar wie wenig ich doch eigentlich von Gott weiss und wie viel es noch zu entdecken gibt. Dies hat mich auch wieder angespornt vermehrt in der Bibel nachzuforschen und mehr Gottes Nähe zu suchen.
by Päddy
Die Factory startet ins zweite Semester!!!
Einstiegswochenende vom 07. – 10. August 2011
Das jetzige Semester der Factory startete mit einem "On the Road". Das heisst die jeweiligen Mentoringgruppen sind ohne Handy, Portemonnaie und Essen unterwegs und versuchen die gesetzten Ziele zu erreichen. Dabei lernen wir uns auf eine ganz spezielle Art und Weise kennen. Nämlich, wie wir an unsere Grenzen stossen, wie wir damit umgehen, wie man auf die Gruppe wirkt und ganz allgemein unsere Interessen und Charakteren.
Als ich unseren Auftrag sah; nämlich dass wir soschnell wie möglich ins Ausland reisen sollen, war ich schon super motiviert; konnte es jedoch kaum glauben, dass wir ernsthaft aus der Schweiz sollen. (Ich dachte in erster Linie an die Sicherheit aus Sicht der Schule, die ja möglichst gut gewährleistet werden muss). Aber glasklar, ich freute mich über den Auftrag.
Wir entschieden uns gemeinsam für Frankreich. Dabei wollten wir ursprünglich über Genf. Als wir uns jedoch beim SBB Schalter (unser Ticket -> Generalabonnement oder Halbtax durften wir behalten) nach dem schnellst möglichen Weg erkundigten, schickte dieser uns über Basel. Damals war uns noch nicht klar, dass Gott bereits da schon zu führen begonnen hatte. Aber dazu später.
Unsere Mentoringgruppe war die einzige Gruppe, in welcher alle zusammen ein GA besassen. Daher waren wir sehr schnell in Frankreich. Der Nächste Auftrag: Menschen auf der Strasse interviewen..... Ich ging die Fragebogen durch und stellte fest, dass keiner in einer anderen Sprache war.
Warum bloss werden wir ins Ausland geschickt ohne zusätzliche französische und italienische Fragebogen? Und wie in aller Welt soll ich das nun angehen? Die anderen Mädels aus „meiner“ Mentoringgruppe sprachen nämlich nicht so gut bis eher wenig Französisch und baten mich, die Leute zu interviewen.
Das heisst ohne übersetzte Fragen auf Leute zugehen, die sich vielleicht durch mich gestört fühlten.... Ich überwand mich schliesslich, da mir nicht wirklich was anderes übrig blieb und dachte, dass man ja schnell feststellen wird, wenn sich jemand gestört fühlt und dann kann man immernoch so schnell wie möglich das Weite suchen. ;-)
Nein, aber ehrlich gesagt, braucht es für mich schon viel Überwindung, anderen Menschen persönliche und so direkte Glaubensfragen zu stellen, obwohl sie mich noch überhaupt nicht kennen.
Mir liegt viel daran, niemanden zu überrumpeln oder ihnen das Gefühl zu geben, dass man sie gleich bekehren möchte. Manchmal können auch ganz einfach nur sehr gute Gespräche entstehen.
Wir unterhielten uns mit den unterschiedlichsten Leuten: Atheist, Muslim, Zeugin Jehovas und weitere, welche nichts gegen Christen haben, aber selbst nichts mit dem Glauben zu tun haben wollen. Es können immer so spannende Gespräche entstehen. Dort wurde mir aber vorallem bewusst, wie praktisch es ist, Fremdsprachen gut zu beherrschen. Es klappte aber auch so hervorragend.
Wir schafften es innerhalb von einem Nachmittag zwei Aufträge zu erfüllen. Als nächstes kam der Auftrag, möglichst viele Länder zu bereisen, sprich über die Grenze reisen, Foto machen und ab zum nächsten Land.
Ich fand es super, dass wir also nicht in der Nähe von Genf waren, denn dann hätten wir irre lange für die Fahrt zum nächsten Land benötigt. Bereits in dieser kleinen Sache, hat Gott dafür gesorgt, dass wir woanders landen als geplant.
Er sorgte für uns auch noch in vielen anderen Dingen: Essen, Dach über dem Kopf, Wetter.... usw. Erst wenn man einmal so auf Gott gestellt ist, ohne finanzielle Mittel oder Handy, stellt man fest, wie sehr einem Gott begleitet und für einem sorgt.
Im Alltag, mit all dem Geld und Luxus indem wir leben, ist uns Gottes Gegenwart und Wirken schon gar nicht mehr bewusst, dabei ist er es doch, der einen so gut versorgt.
In unserer Gruppe war ich die einzige, welche bereits im Januar 2011 das Factoryjahr begonnen hatte. Daher war ich auch öfters die Initiative. Es kam jedoch auch einmal der Punkt, an welchem ich keine Lust mehr hatte, Leute wegen Essen oder Übernachtung anzusprechen und herum zu laufen. Es wurde langsam dunkel und war bereits 20.30 Uhr. Dazu regnete es noch und wir bekamen ständig eine Absage, als wir nach einer Übernachtungsmöglichkeit fragten.
Man schickte uns an den Bahnhof oder an den See, aber ich fand es schon eher gefährlich beim Gedanken, dass wir vier Mädels einfach so in einer Ortschaft übernachteten ohne geschützt zu sein. Ich war überzeugt, dass Gott was besseres für uns bereit hielt (und das war auch so, wir übernachteten schliesslich bei einem Ehepärchen), nur war meine Geduld eben langsam etwas strapaziert.
Ich sagte in unserer Gruppe, wie ich empfinde und das ich keine Lust mehr habe und da übernahmen andere aus der Gruppe die Leitung.
Das war für mich schön zu sehen, denn sie nahmen mich ernst und wir waren als Einheit unterwegs. Wenn jemand nicht mehr weiter mochte, wurde dieser durch die anderen getragen und man nahm einfach Rücksicht aufeinander.
Ich beobachtete an mir, dass je schwächer ich mich fühlte oder je weniger ich geduldig war, umso mehr Mut hatte ich, andere wegen einer Übernachtungsmöglichkeit anzusprechen oder uns mit dem Auto mitzunehmen.
So wurden wir nämlich zum Flüelapass gefahren, obwohl das genau die entgegengesetzte Richtung war, als sie eigentlich fahren wollten. Oder man liess uns bei sich Zuhause übernachten.
Ich staunte jedoch auch über den Mut meiner Kolleginnen. Auch sie fragten, redeten, überzeugten und gaben alles, damit wir als Gruppe weiterkamen. So kamen wir beim Bäcker auch zu Zopf vom gestrigen Tag, oder jemand drückte sogar 50 Franken in unsere Hände und meinte, wir sollen uns jetzt mal was zu essen kaufen. Dabei fragte sie nur, nach einer Übernachtungsmöglichkeit.
In vielerlei Hinsicht, wurden wir von Gott geführt und auch beschützt.
Wir hatten grossenSpass und können so einiges aus dieser Zeit mitnehmen. Es ist schön zu sehen, wie offen und freundlich andere Menschen noch zu Fremden sein können, aber vorallem durften wir lernen, dass Gott sich auch gerne um die kleinen Dinge kümmert und wir ihm nicht zu schade sind. Im Gegenteil: wir werden sogar noch verwöhnt. Der Bäcker gab uns nicht nur 2 Züpfen, sondern auch Confiture und Butter, wir mussten nie wirklich hungern.... und vieles anderes....
by Selina (ganz rechts)
Diplomierung Juni 2011
Wer hat schon mal eine Diplomierung in Gummistiefeln erlebt?
Wenn du nicht dabei warst, dann hast du leider etwas sehr geniales verpasst. Ein Schiff, genannt "Factoryria", das ein Jahr lang eine Reise unternimmt. An Bord eine Mannschaft die ausgebildet wird und viele Abenteuer erlebt. Dass man da nicht zimperlich sein kann und Angst haben darf vor dem kalten Wasser, versteht sich von selbst! Tja, so zog sich der rote Faden unserer Geschichte durch den ganzen Abend.
14 Absolventen, eine traumhafte Deko, unglaublich kreative Theater und tiefgründige Zeungisse prägten den Diplomierungsabend unserer Juni Abschlussklasse, zum Überthema "Fisherman's Friend".
Wochenbericht 7. - 8. Juni
Thema: Ausflug Kirchengeschichte, Diplomierungsvorbereitungen, Mentoringabschluss
Nach einem gelungenen Start in diese Woche am Montagabend begann für uns die zweitletzte Woche des 1. Semesters 2011. Unser Leitungsteam schenkte uns einen spannenden Ausflug zum Thema Kirchengeschichte. Wir besuchten das Schloss Trachselwald und ein Täuferversteck im tiefen Emmental. Dabei befassten wir uns mit der Geschichte der Täufer und ihrer Leidenschaft für den Glauben. MIt Respekt hörte ich mir an, was Christian Fankhauser über seine Vorfahren erzählte und wie sie die Täufer unter Todesgefahren versteckten. Ich war bewegt über das Opfer der Täufer, das sie erbrachten um ihren Glauben zu behalten und realiserte, dass für sie Gott das Wîchtigste war.
Am Abend hatten wir eine Abschlussparty in einer Waldhütte mit Würdigungen von unseren Mentoren zu den verschiedenen Studenten die nun in einer Woche abschliessen. Das Abschiednehmen hat angefangen...
Ich fühlte mich nach diesem Abend geehrt und gewürdigt!
by Bruno

Wochenbericht 7. – 9. März 2011
Thema: Homiletik / Predigtlehre
Referent: Stephan Schranz (Factory Team)
Homiletik
Um die Frage gleich vorweg zu nehmen, Homiletik steht in Bereich Theologie für Predigtlehre. (griechisch = die Kunst des Umgangs).
Dieses Fach hatten wir am Montag. Dabei steht im Vordergrund dass man die Bibel (und deren Werte), die ein einziges Abenteuer darstellt, auch spannend erzählen kann. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Es war super spannend zu hören, wie man einen Input vorbereiten kann, oder welche Optionen es gibt ihn zu gestalten. Es motivierte einem gleich selbst einen Versuch zu starten. Es wäre doch schade, wenn wir unsere Begeisterung für Gott nicht ausdrücken könnten und die anderen nicht mitreissen oder abholen können. Die Freude an ihm und an seinen Worten und Taten (Bibel) sollte so ansteckend sein wie das Lachen.*
DAN (Dienst am Nächsten)
Am Dienstag waren wir zum zweiten Mal im DAN. Dies ist ein Dienst der Vineyard Bern, welche einen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit leisten wollen. Unter anderem verteilen sie Kleider und Lebensmittel an bedürftige SchweizerInnen und AusländerInnen, und sie bieten Deutschkurse als auch Nähkurse an.
Wir gingen zur Unterstützung dorthin und halfen ihnen bei der Arbeit. Während die Eltern in den Kursen sind, werden übrigens ihre Kinder betreut.
Ich finde es eine geniale Arbeit, da man so die Nächstenliebe gleich vorlebt und mehrere Kulturen auf einander treffen und sich kennen lernen.
Bibelvers
*Gott hat mir ein Lachen zugerichtet, denn wer es hören wird, der wird über mich lachen. (1. Mose 21, 6 – Übersetzung Luther)
In diesem Sinne: frohes Lachen!
Selina
Wochenbericht 7. - 9. Februar 2011
Thema: Einführung NT
Referent: Christian Ringgli
Diese Woche startete ungewöhnlicher als sonst. Zum ersten Mal in meiner Zeit an der Factory hat jemand vergessen dem „Momot – Morgenmotivation“ vorzubereiten. Doch auch in dem erlebten wir wie Gott die Tatsachen nutzen kann um zu reden.
Im Unterricht hatten wir das Thema Einführung Neues Testament. Wir lernten viel über die Entstehung des NT, Hintergründe und Zusammenhänge, die man beim blosen lesen nicht erhält. Beeindruckt hat mich der Gedanke im Ganzen nicht jedes Wort verstehen zu müssen, sondern Gottes „Geschmack“ kennen zu lernen. Auch spannend war, zu sehen wovon wir wirklich geprägt sind. Die ganze Geschichte erzählt und erklärt vieles davon, was wir heute als „gut, schlecht oder normal“ ansehen.
Am Gemeinschaftsabend war „Schrei nach Freiheit“ ein DVD über Südafrika dran. Wir genossen die Gemeinschaft und setzten uns mit dem Thema Apartheit und Geschichte von Südafrika auseinander. Nach diesem schweren Thema konnten wir zum Glück ein super Dessert geniessen =).
by Melina
Internetbericht 14. – 16. Februar 2011
Thema: Kirchengeschichte
Referent: Urs Thalmann
Diese Factory-Woche war geprägt von einer Reise durch 2000 Jahre Vergangenheit. Nachdem wir letzte Woche das Thema „Einführung Neues Testament“ hatten, ging es in den letzten drei Tagen weiter mit der Frage: Was geschah nach Jesus, Petrus und Paulus?
Diese Frage ist für jeden einzelnen Christen heute relevant, denn sie fragt nicht nur nach historischen und theologischen Fakten und Tatsachen, sondern sie fragt auch nach deiner und meiner Identität als Christ heute. Wie weisst du, wer du bist? Wie stellst du dich jemandem vor? Was kann man über dich herausfinden, wenn man dich kennen lernen will? Nach den ersten paar Steckbriefantworten wie Alter, Aussehen, Hobbys u.ä. kommt früher oder später deine Vergangenheit ins Spiel. Denn sie hat dich geprägt, sie erklärt, warum du so bist, wie du bist. Wir sind, wer wir sind, weil wir eine Geschichte haben.
Dasselbe gilt für unsere Identität als Christen. Gott schreibt seine grosse Geschichte mit der Schöpfung und wenn wir die Fortsetzung der Bibel wissen möchten, müssen wir auf die Kirchengeschichte zurückgreifen, deren Aktualität sich auch darin zeigt, dass ich als Christ Teil dieser Geschichte bin und sie heute mitgestalte.
Aber Geschichte hat auch noch einen anderen Zweck als den der Identitätsstiftung. Wir können viel aus der Geschichte lernen. Lord Acton, ein englischer Historiker, sagte: „Geschichte muss uns erlösen. Nicht nur vom unangemessenen Einfluss anderer Zeiten, sondern auch vom unangemessenen Einfluss unserer eigenen, von der Tyrannei unserer Umgebung und von dem Druck der Luft, die wir atmen.“ Wer die Geschichte nicht kennt, der ist dazu verdammt, sie zu wiederholen, ein Umstand, der oft auch sehr unglückliche Folgen nach sich ziehen kann.
Am Dienstagabend waren wir noch auf einen kleinen Besuch im Aussendungshaus in Thierachern, wo dieses Thema von Kuno passenderweise ergänzt wurde, indem er die Auswirkungen des postmodernen Einflusses auf unsere Gesellschaft darlegte.
Als junge Generation Christen stehen wir also vor der Herausforderung, die Gemeinde in der Gegenwart zu leben und die Art und Weise dafür immer wieder neu zu erfinden. Dieser dreitägige Ausflug durch die Kirchengeschichte hat mir eine neue Perspektive und ein neues Verständnis auf die Gegenwart eröffnet und ich kann auf eine sehr spannende Factory-Woche zurücksehen.
By Manuela

Wochenbericht 24. - 26. Januar
Thema: Einführung Mission
Referent: Marcel Dürst
Was kommt dir beim Stichwort Mission in den Sinn? Afrika, fremde Kulturen, Menschen, Evangelisation, Hilfe, Sprachen, etc.? Alles in Ordnung. Aber das wichtigste fehlt: Dreh und Angelpunkt ist Gott. Mission ist in erster Linie da, um Gott zu verherrlichen! Mission verstanden als Plan Gottes; in diesem Plan sind wir (gerade auch als Gemeinde) als Instrumente vorgesehen. Wir sollen uns (konsequent) nach aussen orientieren, d.h. in Menschen investieren, die Jesus noch nicht kennen. Mission beginnt also sozusagen vor meiner Haustüre... und setzt sich in fremden Ländern und Kulturkreisen fort.
Der Unterricht mit Marcel Dürst eröffnete neue Horizonte bezüglich Mission. Zwei Punkte seien an dieser Stelle kurz erwähnt. Da wäre einmal das politisch hoch sensible Thema Migration. In unserer globalisierten Welt können wir uns diesem Thema nicht verschliessen. Ja, als Christen sollen wir uns diesem Spannungsfeld bewusst stellen. Nehmen wir die Bibel zur Hand, dann erkennen wir, dass Migration zum Heilsplan Gottes gehört! Alle wichtigen Menschen in der Bibel hatten einen Migrationshintergrund. So gesehen ist Migration also kein Übel, sondern eine grosse Chance; in der heutigen Zeit eine Möglichkeit, mit Menschen aus fremden Kulturen in Kontakt zu kommen.
Mit den fremden Kulturen wären wir dann auch bereits beim zweiten Punkt angelangt. Es funktionieren eben nicht alle Menschen wie ich! (Und das ist auch gut so.) Wichtige Erkenntnis: Wenn ich mich im Vorfeld nicht mit der Kultur der betreffenden Menschen beschäftige, werde ich früher oder später vor einer schier unüberwindbaren Mauer stehen.
Die letzte Unterrichtssequenz war genau dieser Mauer (bzw. wie sie überwunden werden kann) gewidmet: Das Kulturenspiel: Als Botschafter wurden je zwei Schweizer Teams in ein fremdes Land geschickt, um im Auftrag einer amerikanischen Organisation, mit Einbezug der lokalen Bevölkerung, ein Bewässerungssystem zu realisieren. Gut vorbereitet standen die Missionare nun vor den Toren des fremden Dorfes. Und dann trafen zwei völlig unterschiedliche Kulturen aufeinander: Auf der einen Seite die auf das Tun fixierten Schweizer, auf der anderen Seite Bewohner des fremden Dorfes, die dem Sein und Beziehungen eine viel höhere Priorität einräumten. Der sorgfältig ausgearbeitete Ortsplan mit Projektskizze war nur noch Makulatur. Alles begann wieder von vorne. Spannend, lehrreich... und natürlich auch lustig!
Der Unterricht bot einen guten Einstieg in das Thema Mission. Bald werden wir diesbezüglich auch praktisch gefordert sein, wenn wir für fünf Wochen nach Südafrika reisen. Stefano und Doris gewährten uns erste Eindrücke, was uns in Kapstadt u.U. erwarten wird. Überdies wurden wir mit interessanten historischen und kulturellen Informationen versorgt. Damit wir nicht plötzlich vor oben besagter Mauer stehen...
by Michael
Wochenbericht 21. - 23. Februar 2011
Thema: Transaktionsanalyse
Nach ein paar eher theoretischen Themen, stand diese Woche wieder einmal ein sehr persönliches Thema auf dem Stundenplan: Transaktionsanalyse. Eine spannende und sehr herausfordernde Art um eigene Transaktionsarten (nonverbale und verbale Kommunikation) zu analysieren und Verhaltensmuster zu entlarven. Das Ganze wurde sehr sensibel und ansprechend von Toni rübergebracht. Im Mentoring am Mittwochnachmittag gaben wir uns dann gegenseitig ehrliche und spannende Rückmeldungen und formulierten dann als Hausaufgabe auch nächste Schritte zur Veränderung.
Ebenfalls neue Schritte wagten wir am Montag im Sportunterricht. Michu führte uns ein in seine Kenntnisse der Laufschule. Sehr spannend, nicht ganz einfach aber lustig! J
Am Dienstagabend stand wieder einmal ein Südafrikafilm auf dem Programm: Goodbye Bafana. Ein weiterer Einblick in das Leben Mandelas, das mich immer wieder extrem fasziniert.
Auch am Mittwoch drehte sich vieles um Südafrika. In den Einsatzvorbereitungen kommen wir langsam ins Detail. In verschiedenen Gruppen arbeiteten wir an Liederblättern, Gebetsblättern, Kinderprogrammen etc. Ich freue mich sehr!
Nkosi sikelel' iAfrika!!!

Wochenbericht 17. - 19. Januar
Thema: Persönliche Spiritualität
Referent: Markus Bettler
Die erste Factorywoche im Jahr 2011 liegt bereits hinter uns. Am Sonntagabend erhielten wir einen Einblick in Stefs Leben und am nächsten Morgen starteten wir ins Thema „Persönliche Spiritualität“.
Ehrlich gesagt konnte ich mir nicht viel darunter vorstellen. Aber den Weg, der Markus Bettler mit uns die nächsten Tage ging, war definitiv herausfordernd. Wie sieht meine persönliche Beziehung zu Gott aus? Wie bete ich? Am Beispiel der Stiftshütte und derer Gegenstände lernten wir, wie wir ein intimes Gebetsleben mit Gott pflegen können. Während dem Unterricht überwiegten die praktischen Aufgaben deutlich der Theorie. Das gefiel mir, denn beispielsweise bei den Übungen zu den verschiedenen Gebetsformen ging es recht lustig zu und her.
Diese Woche war ja für fünf Factoryaner die erste! Die fünf coolen Leute haben ihrer Klasse den Namen „His High Five“ gegeben. Zusammen mit den 14 „Fisherman’s Friends“ bilden sie die neue Klasse. Während der ersten Woche sind die fünf Neuen viel Neuem begegnet: die Ämtlis, die Mentoringzeiten, die gemeinsamen Zeiten am Abend, WG-Life und die Projektzeit am Mittwochmorgen. Auch für mich (alte Häsin) war das Programm diesen Vormittag neu. Das Thema lautete nämlich Schatzsuche! In Bern trafen wir Walter Graf, der uns in dieses Konzept einführte. Kurz zusammengefasst: Im Gebet hörten wir auf Beschreibungen von Orten, Personen (Äusserlichkeiten, Krankheiten, besondere Merkmale, etc.). Diese hielten wir schriftlich fest. Mit diesen Angaben machten wir uns dann in der Stadt auf die Suche nach unserem Schatz, also nach unserer Beschreibung. Ich freute mich auf diese crazy Aufgabe und wir fanden tatsächlich mehrere Personen, die auf unsere Beschreibung zutrafen: Unsere Schätze! Mich berührte die Führung Gottes zu diesen Menschen. Es ergaben sich Gespräche über Gott, den Glauben, die Arbeit und wir durften auch für sie beten. Ich dachte immer, das sind doch meine Gedanken und Bilder, die ich sehe. Aber Gott hat mir neu aufgezeigt, dass wenn ich ihn um Eindrücke bitte, dass er mich ernst nimmt und dann auch durch meine eigenen Gedanken zu mir spricht.
Zur Zeit lesen wir jeden Morgen im Matthäusevangelium. Dort steht im Kapitel 7 Vers 9-11: Würde jemand von euch seinem Kind einen Stein geben? Oder eine giftige Schlange, wenn es um einen Fisch bittet? Wenn schon ihr hartherzigen Menschen euren Kindern Gutes gebt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes schenken, die ihn darum bitten!
By Kathrin
Einstiegswoche 9.-12.Januar 2011
Thema: Teambildung und Leiterschaft
Um neun Uhr morgens trafen wir uns am Sonntag im CLZ, um in das neue Semester zu starten. Die meisten von uns kamen wohl mit gemischten Gefühlen. Einerseits freuten wir uns auf ein weiteres spannendes Semester und die neuen Leute, doch gleichzeitig war es auch noch etwas unvorstellbar wie das ohne unsere „SägschTröianer“ (die alte Klasse) wird.
Nachdem wir im Gottesdienst der BPlus Burgdorf waren und etwas gegessen haben, wurden wir für zwei Tage ohne Natel, Geld und Essen auf unsere Antarktik Expedition losgeschickt. Ziel war eine „Eisscholle“ in Riffenmatt, dies erfuhren wir aber erst unterwegs durch die Info Couverts.In dieser Zeit erlebten wir auf vielfältige Art und Weise Gottes Versorgung und lernten uns nebenbei in den Mentoring Gruppen noch etwas besser kennen.
Auf unserer Eisscholle angekommen durften wir uns etwas ausruhen und etwas von unserer Essration essen ( Fischstäbli, Kartoffeln und Brot ) bevor wir unserer Erlebnisse austauschten und eine Worship und Gebetszeit hatten. Am nächsten Morgen um 5.30 wurden wir dann geweckt, da unsere Eisscholle auseinanderzubrechen drohte. Wir bekamen als ganze Klasse ein Couvert mit Anweisungen. So zogen wir dann mit unseren Schneeschuhen unter Fränzu’s Führung mit Essen, Feuerholz und Kochtöpfen los. Nach einem Zwischenstopp erreichten wir dann doch eine sichere Eisscholle wo wir unser Morgenessen ( Fischstäbli, Brot und Kartoffeln) bei Sonnenaufgang und Blick aufs Nebelmeer genossen
Glücklicherweise sichtet unser Expeditionsgeograf während dieser Zeit ein Stück Land und so erreichten wir gegen 11 Uhr die Insel Elephant Island (unser Lagerhaus). Dort gab es dann nach einer Erholungszeit wieder Fischsstäbli, Brot und Kartoffeln zum Mittagessen. Am Nachmittag wurden dann Hühner gesichtet und so gingen wir auf „Hühnersuche“ und kochten feine PouletsJ
Am Abend schauten wir noch einen Film zum Thema und schickten 4 Retter los um uns ein grosses Schiff zu besorgen um dann am Mittwoch wieder nach Burgdorf zu gelangen.
In Burgdorf angekommen erwartete uns dann endlich wieder ein richtiges Mittagsmenü. Am Nachmittag war dann noch die erste Mentoringgruppenzeit bevor dann die erste Woche auch schon wieder vorbei war.
Alles in allem war es eine sehr ereignisreiche Woche in der wohl der/die eine oder andere an die eigenen Grenzen stiess und sich doch manchmal überwindet musste etwas zu tun. Über allem war aber Gottes Versorgung und seine schützende Hand und so erlebten wir eine super Zeit! Nun bin ich gespannt auf ein weiteres Semester Factory und bin gespannt was da noch alles auf uns zukommen wird!
by Lilo
1. Semester 2011
Wochenbericht 7. - 11. Dezember 2010
Thema: Abschluss und Diplomierung
Für mich war dies die letzte Woche in der Factory. Es war eine Woche, die ich einerseits mit viel Freude erlebte, andererseits aber auch geprägt war von den Gedanken, dass die Factory bald vorüber ist.
Die ganze Klasse steckte in den letzten Vorbereitungen für die Diplomfeier. So vieles wurde noch organisiert, gekocht oder dekoriert. Wir durften erleben, wie es uns als Klasse gut tat, uns immer wieder auf Gott auszurichten. Immer wieder trafen wir uns während den Vorbereitungen um auszutauschen und zu beten. Dies hat eine sehr positive Stimmung in diese letzten Vorbereitungen gebracht.
Parallel dazu liefen die Abschlussgespräche. Jeder durfte zusammen mit seinem Mentor, nochmals kurz zurückblicken auf das vergangene halbe Jahr. Auch war Zeit und Gelegenheit da für Feedbacks und letzte Gespräche.
Am Donnerstag Morgen durften wir dann als ganze Klasse in der Migros ein z'Morgen essen gehen. Offeriert von der Migros und MI3 ;-)!
Freitag Abend 19.30 Uhr. Der Coundown für die Diplomfeier läuft. Wir sitzen ganz vorne im Saal und sind gespannt, ob die ganze Feier gut verlaufen wird. Es klappt alles bestens und wir durften eine schöne und berührende Diplomfeier erleben. Viel zu schnell geht der Abend zu Ende. Das Thema "Die Factory (k)ein Ponyhof???" kommt super an und ist wirklich sehr lustig umgesetzt. Cowboys, Cowgirls Die letzten Gäste haben sich verabschiedet. Nun geht es für uns Factoryaner noch an's aufräumen.
Nach dem aufräumen erwartet uns SägschTröianer(Abschlussklasse) noch eine kleine Afterhourparty. Organisiert von unseren Mitschülern. So konnten wir das Jahr Factory ausklingen lassen mit lieben Leuten und einem Gläschen zum Abschied anstossen.
Am Samstag hiess es dann für uns "SägschTröianer" (unser Klassenname) definitiv Abschied nehmen und in
einen neuen Lebensabschnitt zu starten.
Wir sind alle gespannt, was Gott mit uns sechs vorhat!
Wochenbericht 7.-10. November 2010
Thema: Einführung Altes Testament
Referent: Urs Thalmann
Wie jede Woche starteten wir am Sonntagabend mit einer Austauschrunde. Ich schätze diese Zeit sehr. Wir können einander von unseren Erlebnissen mit Gott erzählen, füreinander beten und unsere Sorgen und Leid miteinander teilen. So kann ich am Montag befreit in die neue Woche starten.
Diese Woche war das Thema „Einführung ins Alte Testament“ an der Reihe. Der Unterricht war spannend. Ich kenne jetzt die Zusammenhänge der Bibel im Alten Testament besser. Wir haben die biblische Karte aufgezeichnet und dann die verschiedenen Ortschaften, Gewässer, Gebirge eingetragen. Anhand der Karte hat unser Referent uns die verschiedenen Zeitepochen von der Schöpfungsgeschichte bis zum Neuaufbau von Jerusalem aufgezeigt und erklärt.
Wie immer haben wir am Montagnachmittag eine Sportslektion. Kathrin hat die Sportlektion geleitet. Die Sportstunde war sehr abwechslungsreich, denn wir mussten verschiedene Posten durchlaufen. An jedem Posten wurden unterschiedliche Muskeln trainiert. Beim Joggenposten wurde unsere Ausdauer geprüft. Mir hat es Spass gemacht, ausserdem habe ich viel Neues gelernt, und habe dabei geschwitzt.
Am Dienstagabend haben wir zum ersten Mal in dieser Saison Fondue gekocht. Danach hatten wir unseren Gemeinschaftsabend. Wir haben unseren Tanz für die Diplomfeier geübt und danach den Film „Faith Like Potatoes“ geschaut. Der Film ist wirklich weiterzuempfehlen.
Etwas das ich an der Factory auch noch sehr schätze, ist die Mentoringgruppenzeit am Mittwochnachmittag. Es ist spannend, lustig, motivierend, und auch herausfordernd. In der Gruppe können wir einander vertrauen, zueinander offen sein. Man muss aber auch bereit sein, an sich selbst zu arbeiten.
Es fällt mir immer wieder schwer am Mittwochabend, die Factoryaner zu verlassen. Ihr seid wirklich eine tolle Truppe. Jetzt freue ich mich auf die nächste Woche. Ich bin gespannt, was wir über das Thema „Weltverantwortung“ hören werden.
by Tini

Internetbericht vom 31.10 - 3.11.2010
Thema: Heiliger Geist
Referenten: Bruno Lüthi, Matthias Wenk
Am Montag starteten wir mit einer weiteren Runde Diplomierungsvorbereitung. Die Prozesse in den wir dank dieser Vorbereitung immer wieder stecken sind extrem spannend. Man lernt einander einmal mehr besser kennen und entdeckt neue Seiten an Personen von denen man vorher nicht einmal geahnt hat.
Am Dienstag morgen starteten wir nun mit dem eigentlichen Thema, Heiliger Geist.
Für das Thema Heiliger Geist kamen zwei Referenten (Mathias Wenk und Bruno Lüthi) die uns in diesem Bereich mit grosser Leidenschaft unterrichteten. Ich persönlich konnte sehr viel von diesem Fach profitieren, ich fand es extrem spannend so viel neue Inputs über das doch oft so mysteriöse Thema zu bekommen. Die Referenten unterrichteten das Thema allgemein mit so grossem Eifer und Leidenschaft, dass es eher anspruchsvoll war und es den meisten Studenten schwer viel, den ganzen Stoff auf zu nehmen.
Im grossen und ganzen war es einmal mehr eine sehr erfolgreiche Woche in der Burgdorfer B+ Fabrik (Factory) in der wir Factoryaner viele neue Erkenntnisse gewinnen konnten.
Gruss und Kuss(Bruderkuss J) von Claudius
Wochenbericht 25. - 27. Oktober
Kreative Lebensplanung
Referent: Michael Hein
Diese Woche haben wir uns intensiv mit unseren Gaben, Fähigkeiten und unserer Zukunft auseinander gesetzt. Mit verschiedenen Arbeitsblättern und Gesprächen ermittelten wir, welche Fähigkeiten schon unsere Grosseltern und Eltern besitzen, die sich bis heute weiter gezogen haben. Es war sehr interessant zu sehen welche Eigenschaften die eigene Familie und somit auch mich selbst geprägt und bereichert haben. Es ging aber dann vor allem darum, sich selbst zu beschreiben und aufs Blatt zu bringen, welche Gaben wir besitzen und uns ausmachen. Für mich war es hilfreich einmal auf dem Papier zu sehen wo meine Stärken liegen und mit den Gesprächen wurde für mich schon klarer wo es in meiner Zukunft, beruflich und auch im Privaten, hingehen könnte. Ich war überrascht wie viel man von den Ergebnissen ableiten und heraus lesen konnte. Es gab mir Anhaltspunkte um mein weiteres Leben zu planen und es war hilfreich und sehr spannend mich zu analysieren.
Ausserdem fingen wir an unsere Diplomfeier zu planen! Es kamen sehr viele und kreative Ideen zusammen. Ich freue mich auf die weitere Entwicklung und die verschiedenen Gaben, Talente und Ideen die zusammengetragen und zum Ausdruck kommen werden. Ich bin überzeugt, es wird ein vielseitiger, kreativer und spannender Abend.

Wochenbericht 9. - 16. Oktober 2010
Thema: Basisleiterkurs (BLK) mit Youth Plus zusammen
Chicken Run, escape or "die frying" war das Thema worum sich der ganze Basisleiterkurs in Köniz gedreht hat. Einige Meter von uns entfernt war der Teamleiterkurs, an dem einige von uns Factoryanern teilgenommen haben.
Wir starteten am Samstagnachmittag, den 9.September 2010 am Bahnhof Bern. Bei einem Postenlauf durch Bern lernten wir unsere Gruppe kennen und wurden bereits in unserer Leiterfunktion analysiert. Wir mussten eine Hühner – Box basteln, einen Namen finden und ein Rätsel lösen um ans nächste Ziel zu gelangen. Das nächste Ziel war das „Dählhölzli“. Dort bekamen wir unser Gruppenhuhn und es wurde auf den Namen Henne Hanne getauft. Nach einem spassigen Lunch auf dem Spielplatz ging unsere Reise weiter zum Pfadiheim Köniz.
In dieser Woche hatten wir ein breites und ein gefülltes Programm. Von Schulstunden und Andachten über Sportlektionen bis hin zu einem nächtlichen Überfall des Teamleiterkurses und diversen weiteren Aktivitäten. Heldenhaft wurden unsere Hühner ein paar Stunden später von Claudio, Daniela, Lilo mit ihrer Gruppe gerettet und es wurde einen Gegenanschlag geplant, welcher auch erfolgreich ausgeführt wurde. Leider musste unser Gewinnerhuhn Dora dabei mit ihrem Leben büssen, was einige unserer Leiter nicht so lustig fanden.
Nach einer guten und herausfordernder Woche war ich froh wieder nach Hause gehen zu können…
by Benjamin

Wochenbericht vom 3. – 6. Oktober
Thema: Einführung Bibel
Referent: Nadja Thalmann / Meinrad Schicker
Wir hatten diese Woche das Thema „Einführung Bibel“. Mit Meinrad … und Nadja… sind wir im Schnellzug durch die Bibel gegangen und haben viele spannende Hintergrundinformationen über die Bibel bekommen. Sehr geblieben ist mir die „innere Mitte der Bibel“:
Gott – die initiative geht von ihm aus
Will – Leidenschaftliche Sehnsucht
Uns – keine elitär Gruppe: UNS ALLEN!
Segnend – Segnen: das Leben mehren
Nahe sein – Nähe ist die Überwindung von Distanz
Gott will uns segnend nahe sein
Montagabend war Sport angesagt und Bruno hat sich mal etwas anderes ausgedacht als Fussball, Frisbee oder Völkerball. Es ging Quer durch Burgdorf, mit einem Postenlauf, in dem wir so einiges über Tiere lernen konnten.
Am Mittwoch durften wir den Secondhand Shop „chum u lueg“ in Burgdorf besichtigen und einiges über diese Arbeit erfahren. Es war sehr spannend die Geschichte und die Vision von diesem Projekt zu hören. Merci vilmal!
by Melina
Wochenbericht vom 27.09 – 29.09. 2010
Thema: Einführung Kinder - und Jugendarbeit
Referent: Jürg Vivian
Am Samstag vor unserem "normalen" Einstieg, hatten wir unseren Sponsoringevent "CarWash". Wir waschen jedes Jahr der Bevölkerung von Burgdorf gratis die Autos und suchen im Hintergrund Sponsoren für jedes Auto das wir waschen. Wir trafen uns um 10.00 Uhr und bereiteten alles vor, um dann um 11.00 Uhr bereit zu sein, wenn die ersten Autos kamen. Es war leider nicht so schönes Wetter, es hat fast die ganze Zeit geregnet, aber trotzdem konnten wir bis 14.00 Uhr 38 Autos waschen! Es hat mega Spass gemacht und bei unserem Verpflegungsstand hatten wir tolle Begegnungen mit den Leuten.
Diese Woche hatten wir das Thema Einführung in die Kinder - und Jugendarbeit. Jürg Fivian hat uns dieses Thema mit viel Herz und Wissen näher gebracht. Wir lernten viele neue Dinge und wurden motiviert unsere Zeit in die Jugend von Heute zu investieren. Ich durfte wieder neu erfahren wie wichtig es ist, Leben mit den Kindern und Jugendlichen zu teilen und ihnen die Liebe Gottes weiter zu geben. Am Dienstagnachmittag konnten wir dann in Gruppen unser Wissen über die verschiedenen Themen wie z.B Lagerplanung, Kleingruppengestaltung, wie gehe ich mit kleinen Kinder um e.c.t unseren Klassenkameraden in Form von einem Vortrag (mit Theater) weiter geben. Es waren zwei sehr spannende und kurzweilige Tage!
Am Dienstagabend durften wir bei Sarina und Sam Schuh einen Besuch machen. Es war sehr gemütlich und wir konnten beim Witze erzählen herzhaft lachen :-)! Vielen Dank Sarina und Sam für eure Gastfreundschaft!
Am Mittwochmorgen nach der Bibelbucheinführung von Claudia und Claudio durften wir die restliche Zeit nutzen um zu lernen. Nach dem feinen Mittagessen (Doris und Sarina haben gekocht, da unsere Köchin in den Ferien war) machten wir wie jeden Mittwoch unsere Ämtlis und begaben uns dann in die Mentoringgruppen, wo wir wieder eine spannende und intensive Zeit erlebten.
Be blessed, Tabea
Wochenbericht 20. – 22. September 2010
Thema: Leiterschaft entwickeln
Was?! Wir sind die nächste Woche gar nicht im Factorygebäude in Burgdorf? Nein… Doris machte es am vorderen Mittwochnachmittag sehr spannend und lüftete das Rätsel nur teilweise, als wir eine Packliste erhielten: Reithelm, Peitsche, Reiterstiefel, etc. Das kann ja abenteuerlich werden, dachte ich. O ja, das wurde es!
Am Sonntagabend trafen wir uns in Marthalen TG und erreichten zu später Stunde den Pferdehof Tiefental in Schlatt. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir Factoryaner und das Team unter der Leitung vom Ehepaar Möckli auf ihrem Hof.
Unsere erste Aufgabe lautete: Bringt zusammen die 25 Pferde von der Weide. Wie? Findet es selber raus! Wir teilten uns in zwei Gruppen auf und bestimmten je einen Leiter. Das Ziel dieser Übung war, herauszufinden, wie ich mich in der Gruppe einbringe und ob ich mich integrieren kann.
Danach konnten wir zwischen zwei Workshops wählen: Niveau 1 oder 2. Die eine Gruppe beschäftigte sich vor allem „rund ums Pferd“, die andere Gruppe vor allem „auf dem Pferd“. Zuerst durften wir uns ein Pferd aussuchen. Mit ihm übten wir dann folgendes: Pferd aus dem Stall holen, führen, Reithalfter und Zügel befestigen, satteln, reiten, etc. Die Mehrheit von uns ist noch nie auf einem Pferd gesessen und hatte keinerlei Erfahrung. Wir mussten unseren Leitern, Bettina und Jakob Möckli, einfach voll vertrauen. Die Anleitungen von Möcklis waren bewusst mit Fachbegriffen gefüllt, was uns zuerst sehr herausforderte. Wir verstanden nicht, was genau zu tun war, aber wir mussten den „Befehl“ ausführen – und zwar sofort! Das Ziel war nicht, bei Kollegen Hilfe zu suchen oder rückzufragen, wenn man etwas nicht verstand. Es ging darum, dass ich selber Verantwortung übernahm und mitdachte, dabei die Führung über das körperlich stärkere Tier übernahm und sein Vertrauen gewann. Ich musste einerseits den Leitern vertrauen, mir selbst wie auch dem Pferd und Gott. Diese „strenge“ und dominante Art von Leiterschaft war für mich eine Achterbahn - mit einigen Gefühlsloopings, aber mit einem sehr mir dienenden Effekt. Es ist wichtig, dass wir uns unterordnen können und Aufträge ausführen, auch wenn sie bei uns Fragen und ein „aber“ auslösen… Die Anleitungen dienten einem wichtigen Zweck und das Resultat ist entscheidend.
Wie schön war dann das Resultat zu erleben, dass nach dem anstrengenden Training uns die Pferde gehorchten und wir sie führen konnten.
Während diesen zwei Tagen hat sich zwischen mir und meinem Pferd eine Beziehung aufgebaut. Faszinierend, oder? Es wurde möglich, dass ich seine und dass das Pferd meine Charakterzüge kennenlernte. Das gegenseitige Vertrauen wuchs und die Angst vor dem anderen verschwand.
Was ich unter anderem in dieser Woche gelernt habe ist, dass bei einer Führungsposition ein sicheres und überzeugtes Auftreten sehr wichtig ist. Mein Pferd hörte nämlich nicht auf mich, wenn ich ihm unbeholfen und undeutlich Befehle gab. Mir wurde neu bewusst, dass ich als Leiter eine wichtige Vorbildfunktion habe und verantwortlich bin für das was ich tue, oder eben nicht tue.
Trotz einigen Sturzerlebnissen sind wir nach diesen aufregenden Tagen wohlauf und danken Gott für seine Bewahrung! Möge Gott dein Reiter sein und die Zügel deines Lebens in seine Hände nehmen – das wünsche ich dir.
By Kathrin

Wochenbericht: 13. – 15. September 2010
Thema: DISG Profil (Persönlichkeit kennen lernen)
Referent: Markus Kosewähr
Hey, darf ich raten: Du bist bestimmt ein [...]? Ja, ich habe eine ausgesprochene [...]-Tendenz mit einem starken [...]-Einfluss. Meine [...]-Tendenz konvergiert gegen Null. Solche oder ähnliche Fragen, Antworten und Aussagen waren diese Woche in den Factory Räumlichkeiten zu vernehmen. Was ist geschehen? Wir durften das DISG Persönlichkeitsprofil kennen lernen und auch gleich anwenden. Das Profil gibt uns ein Werkzeug in die Hand, mit welchem wir unser und das Verhalten anderer Menschen (besser) verstehen lernen. Da gibt es nun also die Dominanten, die Initiativen, die Stetigen, und die Gewissenhaften (wer aufgepasst hat, weiss nun, für was die vier Buchstaben DISG stehen); wobei das Profil ausdrücklich als Standortbestimmung und nicht als Festlegung verstanden werden soll. Der Referent, Markus Kosewähr, liess uns aber auch an seinem Leben teilhaben. Berührend und wertvoll sind die persönlichen Worte, die er an die Klasse richtete. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank!
Am Dienstag Abend fand das ultimative Kochduell in der Factory/CLZ Küche statt. Drei 5er Gruppen kochten, rührten und dekorierten während 45 Minuten um die Wette; am Ende musste eine kreative und geniessbare Dessert-Variation auf einem festlich dekorierten Tisch stehen. Jedes Gruppenmitglied startete mit einem Handicap in den Kochwettkampf. Da durfte nun auf einmal nicht mehr gesehen oder gehört oder gesprochen werden. Da waren Arme, die plötzlich nicht mehr gebraucht werden durften. Zusammengefasst: Alle waren auf Hilfe und Ergänzung angewiesen. Echte Teamarbeit also. Eine ausgewiesene Fachjury hatte am Schluss die schwierige Aufgabe, die kreativen Dessert-Variationen zu probieren und ein Urteil zu fällen: Der Sieg ging an... Gruppe 1, 2, und 3! Alle hatten gewonnen! Die Desserts waren übrigens ausgezeichnet.
Am Mittwoch Morgen wurde es wieder praktisch. Eine Gruppe beschenkte Menschen auf dem Bärenplatz (Bern) mit Ermutigungen („Hören vom Himmel“); andere waren in 2er oder 3er Gruppen mit dem EE-Fragebogen in Bern unterwegs mit dem Ziel, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.
by Michu (ganz rechts im Bild)
Wochenbericht 6.- 8. September 2010
Thema: Gemeindegründung Schweiz
Referenten: Roger Keller, "Kuno" Matthias Kuhn, Adi Furrer und Geru.
Unglaublich. Das ist erst unsere vierte Factorywoche. Irgendwie hab ich das Gefühl schon ewig dabei zu sein. Die Zeit ist so intensiv und durch verschiedene krasse Erlebnisse haben wir uns jetzt schon gut kennengelernt.
In dieser Woche begann nach all den Intensiv- und Spezialwochen endlich der etwas ruhigere und normale Factoryalltag. Tagesablauf: 6:15 Tagwache – Morgenessen – Stillezeit – Momot (Morgenmotivation) – Bibbellesen – Unterricht – Essen – Mittagsruhe – Unterricht – Nachtessen….
Im Unterricht behandelten wir diese Woche das Thema Gemeindegründung. Was muss ein Gemeindegründer beachten, was gibt es für Gemeindemodelle, welche Fehler können bei einer Gemeindegründung passieren? Besonders berührte mich der Teil, als uns Kuno mit viel Herzblut die 10 Werte der NT-Gemeinde näher brachte. Es machte mich betroffen als mir bewusst wurde, dass viele Gemeinden diese Werte nach Apg. 2,42 ff wie vergessen haben und vor allem Programme auf die Beine stellen, die den Wünschen und Bedürfnissen der Christen entsprechen. Irgendwie ist es da nicht erstaunlich, dass wir kein Wachstum (innerlich und äusserlich) erleben und nicht mehr gesellschaftsrelevant sind. Der Dienstag machte mich richtig „gluschtig“ eine Gemeinde zu gründen und diese Werte vor allem auch in meinem eigenen Leben umzusetzen.
MI3, die Geheimorganisation der Factory wirkt auch noch in diesem Schuljahr. Über Nacht legten sie uns uni Kinderschirme und Bastelmaterial hin mit dem Auftrag die Schirme für die Kinder der Factoryleiter zu verzieren. Also wurde am Dienstagabend (natürlich vor dem Match) geklebt, geschnipselt und gezeichnet. Wir hatten einen riesen Spass und es entstanden 6 verschiedene schöne Schirme. Eine Gruppe sammelte für die Kinder Eindrücke, die dann am Mittwoch mit den Schirmen den Leitern übergeben wurden. Sie hatten mega Freude daran. Vielen Dank also an MI3 – wer auch immer ihr seid!
Mittwochmorgenprogramm - Projektzeit: Hören vom Himmel. Was könnte das wohl sein(?), fragte ich mich… Wegen Regen verlegten wir das Hören vom Himmel in den CLZ-Saal. Egal – Gott redet ja nicht nur bei Sonnenschein. Mit viel Begeisterung erzählte uns Doris von diesem Projekt, das wir in Zukunft dann hoffentlich in Bern und draussen durchführen können. Es geht darum, den Menschen die wir für unser Projekt einladen, anhand von 3 Bildern die wir für sie auswählen zu ermutigen. Das grosse Thema dabe ist, auf Gottes Stimme zu hören. Ausser den "Versuchskaninchen", die Doris noch auftreiben konnte, ermutigten wir Factoryaner einander gegenseitig. Es war schön zu erleben, wie Gott durch mich andere ermutigte und direkt ins Leben sprach. Gleichzeitig wurde ich auch ermutigt Dinge wirklich umzusetzen, die ich mir vorgenommen hatte.
Die Zeit am Mittwochnachmittag in den Mentoringgruppen war auch sehr bereichernd und interessant. So ging ich am Mittwochabend wieder mit einem erfüllten Herz nach Hause.
Gruss von Mirjam, ein Fishermansfriend (das ist unser Klassenname!)
Wochenbericht 15. - 19. August 2010
Thema: Einstieg und Seelsorgeintensivseminar
Referent Seelsorgeseminar: Daniel Bishop
Juhui, endlich fängt es an! Alle waren schon ganz gespannt mit welchen Leuten man dieses halbe Jahr unterwegs ist.
Neben anderen Dingen dir wichtig sind für einen Factorystart, gingen wir am Montag Richtung Bielersee. In vier Gruppen aufgeteilt bekamen wir verschiedene Materialien um während einer Stunde ein schwimmbares und dekoratives Floss zu bauen. Was dabei herauskam war ganz amüsant.
Ein Floss war von „Schifti Cent“. Also 50 Cent der auf dem Bielersee mit dem Floss singend unterwegs war. Ein anderes Floss hiess Latte Macchiato mit automatischem Schaumer und alles was das Kaffeeliebhaberherz begehrt. Das 3. Floss trug den Namen Sinki von Helsinki. Die Crew waren alles dicke Quallquappen mit Schwimmwesten. Das 4te Floss hiess Esperanza, oder irgendwie so wie ein berühmtes Spanisches Schiff der Geschichte. Insgesamt 4 wunderbare Flosse die man dann auch gleich wasserte und in einem kleinen Wettkampf bei Wind und Wetter (!!!) ausprobierte.
Der Rest der Woche widmeten wir uns dem Thema Seelsorge. Es war ein sehr spannendes Thema, das wir dann am Mittwochnachmittag und Donnerstagmorgen gerade an uns selber „ausprobiert“ haben. Die praktischen Zeiten waren sehr intensiv und wir lernten uns in der Mentoringgruppe schon mal vertiefter kennen. Für mich Persönlich war die Seelsorge eine gute Erfahrung. Zu wissen das ich nicht in meiner Vergangenheit graben muss und einfach mal über das reden konnte was mir in den Sinn kam. Herausfordernd war es dann, die verschiedenen Sachen in der Gruppe zu erzählen. Man macht sich verwundbar. Aber es ist eine super Möglichkeit von einander auch zu lernen. Wenn die anderen wissen was du erlebt hast können sie dich auch mal ermutigen oder nachfragen. In der Zeit wo man über nicht so schöne Erlebnisse nachdenkt, ist es schön zu wissen und zu spüren das Gott uns alle mega fest liebt und nur das Beste für uns will. Als wir beteten über unseren "wunden Punkten", spürte ich Gottes Frieden und wusste das er alles gehört hat und um alles weiss.
So das wars mit dem Bericht, wer noch mehr erfahren möchte, darf gerne jemanden von den Factoryaner fragen:-)
Gruß Marc (der wîlde Seefahrer, im Bild vorne links, gerade im Ziel angekommen!)
Neues Semester Aug - Dez 2010
Wir haben gestartet! 20 Factoryaner machen ab August Burgdorf "unsicher"... was sie erleben und lernen liest du Woche für Woche hier...
Factory Diplomierung und Semesterabschluss Juni 10
Die Factoryaner kreierten einmal mehr eine super Diplomierung, dieses mal zum Thema "Factory Airlines". Wir flogen in einer virtuellen Reise nach Kapstadt, erlebten einige Abenteuer dabei, und wieder zurück nach Burgdorf. Das Thema war inhaltlich und visuell super umgesetzt und machte extrem viel Spass zum zuschauen! Natürlich wurden unsere 11 Absolventen geehrt und bekamen ihr Diplom (sofern sie die Abschlussprüfung bestanden hatten). Es war ein wunderschöner Abend, gespickt mit viel Kreativität unserer Factoryaner und viel Leidenschaft zum Thema Factory.
Leider war es am Sonntag darauf wiederum soweit zum Abschied nehmen. Es gab viele Tränen bei den Factoryanern, denn es tat weh Abschied zu nehmen von liebgewonnenen Menschen! Doch es gibt immer irgendwo ein Wiedersehen! Das nächste Klassentreffen ist schon abgemacht und die Schweiz ist ja auch nicht riesig!
Die Factory startet wiederum am 15. August mit 14 neuen und 6 bestehenden Stundenten. Wir sind total augbucht für das neue Semester und freuen uns auf die nächsten Wochen und Monate.
Wochenbericht 8. - 10. Juni 2010
Thema: Reentry - Aufarbeitung und Verarbeitung des Südafrika Einsatzes
Nun sind wir also aus dem Einsatz in Südafrika zurück. Die Stimmung diese Woche war sehr positiv und heiter. Es ist auch schön, wieder in die gewohnte Factory Routine zurückzukehren. Gleichzeitig schwingt allerdings auch eine leicht melancholische Note mit. Für uns Factorianer der alten Klasse geht es nun rasant auf das Ende dieser wunderbaren Factory-Zeit zu. Dies wurde zumindest mir so richtig bewusst.
Am Dienstag kamen wir auf den Abend an und wurden mit einem köstlichen Essen (Südafrikanisches Straussensteak) von unserer Köchin Regina begrüsst.
Am Mittwoch Morgen ging es an das eigentliche Reentry, indem wir anhand von einem Fragebogen und einem Einsatzbericht unsere Erfahrungen in Südafrika verarbeiteten. Den Fragebogen verwendeten wir dann am Nachmittag noch im traditionellen Mentoring wo die Auswertung konkret wurde!
Für mich persönlich war es hilfreich nochmals den Blick zurück zu richten und zu realisieren, was Gott in dieser Zeit alles an mir gearbeitet hat. Durch die intenisve Gemeinschaft mit der Klasse während der Einsatzzeit, führte er mich an meine Grenzen, vorallem was meine Beziehungsfähigkeit betraf. Diese Grenze wurde ein ordentliches Stück weiter nach aussen verschoben. Ich lernte neue Möglichkeiten und Wege kennen auf Menschen zuzugehen, Gespräche anzufangen und Beziehungen zu pflegen.
Am Donnerstag Morgen schliesslich hatten wir noch Zeit, weiter unsere Diplomierungsfeier vorzubereiten, während wir am Nachmittag noch verschiedene kleine Aufgaben erledigten.
An den zwei Abenden hatten wir jeweils frei. Einige nutzten diese Zeit, um Volleyball spielen zu gehen, andere sortierten Fotos aus Afrika, wieder andere plauderten oder verbrachten sonstwie die Zeit. Wir geniessen noch in vollen Zügen die Zeit, die uns zusammen bleibt, bevor auch wir (die Abschlussklasse) zu "Ex-Factoryanern" werden...
by Sam (the coolest blind man in the world - Anmerkung der Redaktion)
Südafrika Missionseinsatz 28. April - 3. Juni
Während der Zeit vom 28. April - 3. Juni sind wir in Südafrika und lassen dich teilhaben an unserem Einsatz.
(Siehe Südafrika / Einsatzberichte)
Wochenbericht 5. - 7. April 2010
Thema: Abschluss Homiletik und Diplomierungsvorbereitung
Diese Woche war eine sehr kurze Woche, denn wir hatten am Ostermontag noch frei und fingen die Schule erst am Dienstagmorgen an. Einige von uns waren aber schon am Montagabend da. So hatten wir noch eine gemütliche Zeit zusammen im B5.
Am Dienstag durfte jeder Factoryaner eine 15 Minütige Predigt halten. Zu Beginn hat uns Stufi nochmals erklärt, auf was wir achten sollen und gab ein paar letzte Tipps. Danach haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und Gottes Wort verkündigt! Es war mega stark einander auch mal von dieser Seite zu erleben! Jeder hatte 15 Minuten Zeit zum reden. Danach haben wir als Gruppe zusammen mit zwei Leitern die Predigt ausgewertet und Feedback gegeben. So ging das der ganze Tag durch, bis um halb fünf Uhr Abends. Es war ein sehr interessanter und intensiver Tag, weil wir auch viel Gutes und Neues gehört haben.
Am Mittwoch Morgen arbeiteten wir zum ersten mal im Semester mal für die Diplomierung. Wir haben ein Kernteam erwählt, das die Hauptorganisation in der Hand hat. Das Thema der nächsten Diplomierung wird "Factory Airlines" sein. Zu diesem coolen Thema werden wir die ganze Diplomierung gestalten. Wir haben auch schon recht viele gute Ideen, die wir umsetzen möchten. Die Teams mit den jeweils Verantwortlichen starteten mit ihren Arbeiten und der Flyer sollte wenn möglich noch vor Ende April digital verschickt werden.
Nach dem Essen haben wir uns einmal mehr ans Putzen gemacht und haben die ganze Bude sauber gefegt. :-) Das Mentoring durfte natürlich zum Abschluss der Woche nicht fehlen. Manche Gruppen waren draussen in der Sonne und haben während dem arbeiten auch noch den Frühling genossen.
So das war es schon. Eine kurze knackige Woche.
God Bless you. Marc

Wochenbericht 15. - 17. März 2010
Thema: Einführung Mission
Referent: Marcel Dürst
Der Einstieg in dieser Woche am Sonntagabend war sehr gelungen.... :-) Wir als Klasse warteten vergeblich auf unsere Leiter, die aufgrund eines Missverständnisses nicht aufkreuzten. Kurzerhand entschlossen wir uns die Autos zu füllen und zu Doris Stef, Ursle und Peter zu fahren. Wir pirschten uns langsam zum Hintereingang und machten uns dann bemerkbar. Auch Missverständnisse können lustig enden ;-)! Danach ging es noch in den McDonalds, als ganze Klasse.
Diese Woche hatten wir das spannende Thema Mission. Marcel hat uns eingeführt in die Welt der Missionare und wir durften auch praktisch erleben, was es bedeutet sich in eine neue Kultur hinein zu geben. Anhand von einem Kulturenspiel entwickelten wir eine eigene „neue“ Kultur oder erforschten unsere Schweizerkultur. Ich hatte die interessante und herausfordernde Position des Beobachters. Mit zwei andern Factoryanern beobachtete ich die verschiedenen Gruppen und notierte das Gehörte, das dann wiederum zur Auswertung diente.
Nach einer Vorbereitungszeit trafen dann immer eine „Fremde Kultur“ auf eine „Schweizer Kultur“. Sie mussten zusammen eine Sitzung abhalten. Es war sehr lustig, als eine temperamentvolle lebendige fremde Kultur auf eine durchstrukturierte und zielstrebige Schweizerkultur traf. Wir Beobachter haben uns manchmal köstlich amüsiert :-)!
Das Kulturenspiel war für uns alle sehr lehrreich und eine sehr gute Vorbereitung auf den Einsatz in Südafrika. Ich glaube, dass ich mich viel mehr mit der Kultur auseinandersetzen werde, die uns erwartet.
Zur Zeit stecken wir Mitten in den Vorbereitungen für den Einsatz. Wir haben schon einiges über unseren Aufenthaltsort in Südafrika erfahren. Auch arbeiten wir an den Kinderprogrammen, Liederheften usw.
Am Dienstagabend durften wir unseren Gemeinschaftsabend bei Stufi und Priska verbringen. Wir hatten einen gemütlichen Abend in dem heimelig eingerichteten Wohnzimmer der zwei (oder besser gesagt drei ;-)!)!
Auch diese Woche war gefüllt mit neuen Eindrücken, Herausforderungen und spannenden Erlebnissen
by Sonja

Wochenbericht 1. - 3. März 2010
Thema. Biblisch Christliche Weltanschauung
Referent: Meinrad Schicker
Diese Woche haben wir uns mit dem Thema „Christliche, respektive biblische Weltanschauung“ beschäftigt. Meinrad Schicker hat uns dieses spannende Thema sehr anschaulich und praxisbezogen rübergebracht. Die Auseinandersetzung mit brisanten Themen wie Gott und Teufel, Himmel und Hölle, Schwarzweiss - oder Graustufendenken hat mich innerlich aufgewühlt. Gleichzeitig wurde ich jedoch auch befreit von falschen Vorstellungen über „Gott und die Welt“ und das angeeignete Wissen, wird mich in meinem Alltag bestimmt weiterbringen.
Was uns unser langjähriger und geschätzter Referent an seinem letzten Arbeitseinsatz besonders ans Herz legen wollte, war, dass wir nicht alle Aspekte des Lebens „auseinanderbeineln“ und untersuchen sollten - so verliere es nämlich an Kraft und Wirkung. Sondern wir sollten uns- auf der Suche nach dem Geheimnis des Lebens – viel mehr an dem Gesamten erfreuen. An dieser Stelle, lieber Meinrad, nochmals ein ganz herzliches Dankeschön für all die Kraft, Geduld und Emotionen, welche du während deinem langjährigen Einsatz uns Factoryanern entgegengebracht hast!
Diese Woche lief aber auch noch viel anderes.
Wieder einmal wurden wir von MI3 überrascht. Dieses Mal mit Antimüdikeits-Medikamenten vom M Budget (Enerydrink, Schokowaffeln und Traubenzucker)! War sehr hilfreich, danke!:)
Waren deshalb vielleicht einige unserer lieben Factoryaner zur später Stunde dazu bereit, einen stündigen Fussmarsch zum Mc Donalds auf sich zu nehmen? Auf jeden Fall wurden sie nach ihrer Rückkehr, als sie sich müde ins Bett legen wollten, total überrascht: Während ihrer Abwesenheit haben sich nämlich "heimlifeiss" andere Factoryaner in ihren Betten versteckt! Das hat einige unserer Nachtschwärmer ganz aus dem Konzept gebracht…
Am Dienstagmorgen waren einige von uns entweder im DAN (Dienst am Nächsten), im Organisationszentrum von AVC oder an der Planung des Kinderprogrammes für die Ministry-Conference tätig.
Am gemeinsamen Abend erkundschafteten wir die geheimnisvollen Sandsteinfelsen am Emmeufer (wo früher Menschen gewohnt haben), genossen klebrige Marshmellows und Schoggibananen am Feuer und träumten von der Entdeckung ferner Länder…
by Janine Beqaj

Wochenbericht 22. - 24. Februar 2010
Thema: Kirchengeschichte
Referent: Urs Thalmann
Am Sonntag Abend rückten wir bereits eine Stunde früher in die Factory ein, um uns mit dem Thema Südafrika vertraut zu machen. Unser diesjähriger Missionseinsatz führt uns ja für fünf Wochen dorthin. Unsere Factory Leiter, Doris und Stefano, präsentierten uns ihre eigenen Erfahrungen aus Südafrika mit Dias und persönliche Berichten. So konnten wir bereits für einen Abend in das Leben dieses spannenden Landes eintauchen. Ich freue mich schon sehr auf diesen Einsatz!
Diese Woche war Kirchengeschichte angesagt. Meine Motivation für Kirchengeschichte hielt sich am Anfang eher in Grenzen, da ich es mir schon eher sehr kompliziert vorstellte. Mit all den verschiedenen Geschichtsträchtigen Namen und Jahren und was da alles geschah, gab es mir schon ein wenig ein durcheinander...., doch unser Referent Urs Thalmann gestaltete die Unterrichtstage sehr kreativ um uns die Kirchengeschichte in möglichst einfacher Form verständlich zu machen. Mit verschiedenen Filmausschnitten zum Thema, wie auch praktische Diskussionsfragen welche vor allem auch unserer heutigen Zeit galten, vereinfachte das ganze etwas und lockerte den Unterricht auf. Lieber Urs ich möchte dir nochmals ganz herzlich für den Unterricht danken. Deine Art Informationen und Wissen weiterzugeben fand ich sehr bereichernd.
Den Dienstagabend konnten wir wie schon oft frei gestalten und wir entschieden uns die Empfehlung von Stefano anzunehmen. So sahen wir uns mit Chips und Popcorn den Spielfilm „Schrei nach Freiheit“ an, welcher über das Leben in Südafrika erzählt.
by Claudia
Wochenbericht 15. - 17. Februar 2010
Thema: ISLAM - Bedrohung oder Herausforderung?
Referent: Dr. Andreas Maurer
Der Sonntagabend in der Factory begann mit einer farbenfrohen und lustigen Überraschung. MI3 (die „Geheimorganisation“ ;-) der Factory, welche uns immer wieder beschenkt und verwöhnt) hat wieder einmal zugeschlagen. Das „Stille Örtchen“ und die Badezimmer wurden mit Comics und Karten dekoriert. Vielen Dank ihr Lieben… eure Überraschungen sind immer herzlich willkommen!!!
Am Montagmorgen starteten wir mit Dr. Andreas Maurer in das Thema „Islam“. Wir lernten in den darauf folgenden drei Tagen vieles über das Leben Mohammeds, den Koran und die Bräuche der Moslems. Nach diesen Tagen wissen wir nun auch, wie wir mit Moslems Diskussionen über den Islam oder das Christentum führen können.
Wie wir wissen wird in der Factory das theoretisch Gelernte auch gleich praktisch umgesetzt. So wurden in der Nacht vom Montag auf Dienstag alle Zahnbürsten durch Holzstäbchen ersetzt (die strengen Moslems putzen sich die Zähne mit Holzstäben, weil dies Mohammed auch so praktizierte)… und jeder konnte sich einmal in das Leben eines strengen Moslems hineinversetzen ;-)…
Am Dienstagabend wurde das Sitzungszimmer des CLZ in ein Wellnessparadies umgewandelt. Kopfmassage, Handmassage, Rückenmassage, Fusswaschung und Gesichtsmasken- von Kopf bis Fuss wurde man verwöhnt...
Am Mittwochmorgen war Sport angesagt. Auf dem Programm stand ein Schmuggelspiel, bei dem der Kampfgeist geweckt und die Muskeln kräftig strapaziert wurden. Danach wurde wir ins Buch Jeremia eingeführt. Zwei unserer Klassenkollegen machten dies mit einer spannenden Präsentation.
Und schwuppsdibus… schon bald war wiederum Mittwochabend und die Factory-Woche neigt sich dem Ende zu.
by Tabea (mitte)

Wochenbericht 8. - 10. Februar 2010
Thema: Ehe, Freunschaft & Sexualität
Referenten: Doris & Stefano Lindsay
Die Wochen verfliegen. Bereits ist wieder eine Woche vergangen und ich darf darüber berichten, was wir alles lernen und erleben durften. Die Woche wurde am Sonntagabend mit einem sehr spannenden Lebensbericht von Stufi gestartet, in dem wir an seinen Höhen und Tiefen teilhaben durften. Herzlichen Dank.
Am Montagmorgen stiegen wir mit einer Andacht über Petrus ein und konnten uns ein neues Bild über diese wichtige Person in der Bibel machen. Anschliessend tauchten wir gemeinsam ins Thema Liebe, Freundschaft & Sexualität ein. Stefano und Doris erzählten ihre Liebesgeschichte und aus ihrem Leben als Ehepaar. Dadurch, dass die Themen direkt und authentisch angesprochen wurden, erhielt der Unterricht einen lockeren Rahmen, in dem viel Raum für Fragen und Dikussionen gegeben war.
In den zwei Tagen befassten wir uns mit den Themen Beziehung, Phasen einer Beziehung, die Rolle der Frau, Unterordnung, Ehebund, Sexualität, Verantwortung und vielen weiteren spannenden Aspekten – ich persönlich durfte viel lernen und für das Jetzt, aber auch für die Zukunft profitieren. Stef und Doris – Merci für eure Offenheit!
An unserem freien Abend am Dienstag, wurde der Factorysaal in eine gemütliche Casino - Lounge - Bar verwandelt, wo wir uns vergnügten.
Am Mittwochmorgen fuhren wir im grossen Schneegestöber nach Bern auf Schatzsuche. Wer dies nicht kennt, muss es unbedingt einmal selber erleben. Stell dir vor, du bittest Gott, dass er dir spezielle Merkmale, Kleider, Bedürfnisse, Orte, Gerüche etc. zeigt, von Menschen und Orten die seine Liebe brauchen. Du schreibst dir alles auf und machst dich in 2 -3 er Gruppen auf die Suche nach diesen Menschen und Eindrücken. Gesucht, gefunden – nun erzählst du den Menschen den Grund deines Kommens und erzählst ihnen von Gottes unglaublicher Liebe und kannst evtl. sogar noch für sie beten. Wow, unglaublich geniale Erlebnisse. Willst du mehr wissen? www.schatzsuechi.com
So ziehen die Tage in der Factory dahin. Wir erleben viel, wachsen immer mehr zu einer tiefen Gemeinschaft zusammen und hecken auch immer wieder gerne ein paar Streiche aus.
By Rebekka
Wochenbericht 1. - 3. Februar 2010
Thema: Einführung Neues Testament
Referent: Meinrad Schicker
Diese Woche befassten wir uns mit dem Neuen Testament (kurz NT). Meinrad Schicker hat uns zu diesem Thema unterrichtet. Wann und wie ist das NT entstanden? Wer hat entschieden, welche Bücher zu der Bibel gehören und welche nicht? Was für Zielgruppen haben die vier Evangelien? Wie ist das NT aufgebaut?
Diese und weitere Fragen wurden genauer unter die Lupe genommen und geklärt. Es ist sehr spannend, sich mit dem NT auseinander zu setzten. So viele Sachen die geschehen sind können wir erst verstehen, wenn wir die Kultur und Geschichte der damaligen Zeit kennen. Viele Gleichnisse von Jesus oder auch die Briefe, die Paulus geschrieben hat, bekommen dadurch eine viel tiefere Bedeutung. Ein Beispiel dafür ist der barmherzige Samariter. Es war bei weitem kein Zufall, dass Jesus gerade einen Samariter für dieses Gleichnis gewählt hat.
Durch diese und weitere Beispiele wurde mir bewusst, wie viel man aus der Bibel nehmen kann, wenn man auch die Geschichte und Kultur dahinter kennt und beachtet.
Am Dienstagmorgen war die "alte" Klasse (diejenigen die im August angefangen haben) im AVC - Aktionskomitee für Verfolgte Christen in Safern. AVC ist ein Hilfswerk das in über fünfzig Ländern und auf 4 Kontinenten tätig ist. Sie haben viele Projekte die sie aufgebaut haben oder auch unterstützen. Ein bekanntes Projekt ist 2 x Weihnachten, DIE grosse Päckliaktion. Wer mehr übers AVC wissen möchte kann sich unter folgendem Link informieren: www.avc-ch.org.
Da ich schon zu den „alten“ gehöre durfte ich auch ins AVC gehen, worauf ich mich sehr freute. Nach der Einführung schauten wir ein Video, das uns einen kleinen Einblick in das Wirken vom AVC erlaubte. Hier wurde unter anderem die Päckliaktion vorgestellt, wie diese entstand und wie sie heute organisiert ist. Es ist genial zu sehen, wie Gott dieses Projekt wachsen lies und gesegnet hat.
Alles in allem kann ich sagen, dass dies eine sehr Lehrreiche und interessante Woche gewesen ist, auf die ich gerne zurückblicke.
By Dani

Wochenbericht 25. - 27. Januar 2010
Thema: Armut und Barmherzigkeit
Referent: Philemon Moser
Am Sonntag Abend trafen wir alle wie gewohnt in der Factory ein- allerdings nicht alle top fit; auch Factoryaner sind nicht immer gegen Grippeviren gefeit (bes. die Region Zürich scheint anfällig zu sein :-). Es war ein besonderer Sonntag Abend weil Ursle, eine unserer tollen LeiterInnen, uns ihre Lebensgeschichte erzählt hat. Das war spannend und einige unerwartete Dinge sind dabei ans Licht gekommen.
Gäu Ursle :-) Merci nochmals für dein Erzählen.
Am Montag stiegen wir dann in das Thema Barmherzigkeit ein. Dazu war Philemon Moser eingeladen. Er erzählte uns Einiges vom Projekt DAN („Dienst am Nächsten") welches die Vineyard Bern macht und auch was er persönlich für einen Weg gegangen ist im Bezug auf Barmherzigkeit. Im DAN werden Kleider, Lebensmittel und Wissen an Bedürftige gratis weitergegeben. Was auch sehr wertvoll ist, sind die Begegnungen die zwischen all den verschiedenen Menschen aus verschiedenen Kulturen stattfinden. Diese sind ja sowieso nicht bezahlbar; aber dennoch sehr wertvoll !„Pronomen" (die würden nicht viel helfen) begründen, dass es „in der Wüste" und nicht „in die Wüste" heisst ?... Von Gross und Kleinschreibung reden wir jetzt mal nicht... :-).
Tags darauf gingen wir dann gleich alle zusammen nach Ostermundigen in das DAN. Ich durfte in einen Deutschkurs reinschauen. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen wie schwierig doch unsere Sprache ist. Wie bitteschön kann man jemandem ohne grammatikalische Fachwörter wie
Am freien Abend ging s ab zum Bowling, Fun!
by Kate
Wochenbericht vom 18. - 12. Januar 2010
Thema: Persönliche Spiritualität
Referent: Markus Bettler
Diese Woche wurden wir emotional so richtig berieselt. Wir waren nämlich diese Woche das erste Mal im neuen Semester in unserer Fabrik (Factory), bezogen unsere Betten, starteten mit dem Unterricht, weihten unsere neuen Studenten in die traditionellen Streichaktionen ein und erlebten somit ganz einfach den Factory-Groove!
Wir beschäftigten uns mit dem überaus wichtigen Thema Persönliche Spiritualität. Markus Bettler, der authentische Pastor vom CLZ Spiez, brachte uns das Stiftshütte-Gebet auf sehr spannende und praktische Weise nahe. Wir befassten uns mit den verschiedenen Gebetsarten, das heisst vom Vorhof bis zum Allerheiligsten. Wir als Klasse waren begeistert, da wir nach jedem Schritt das Erlernte praktisch anwendeten. Unsere Emotionen wurden definitiv geweckt…flossen doch einige Tränen - Tränen der Freude und Erleichterung - Jubelschreie konnten nicht überhört werden - Lobpreis, Freude und Dankbarkeit stieg zum Himmel empor! Wir sahen so viele verschiedene, sehr kreative Gebetsarten. Jeder kann eine Gebetsart finden, die auch zu seinem eigenen Lebensstil passt!
Das Gebet soll nicht ein Muss sein jeden Tag, es soll vielmehr zu einer geliebten Gewohnheit werden!
Unsere 4 Mentoring-Gruppen wurden formiert und wir lernten uns diese Woche ein bisschen näher kennen. Erwartungen und Ängste für das kommende halbe Jahr wurden ausgetauscht und wir erzählten mehr aus unserem Leben anhand unseres zuletzt gelesenen Buches, unserem Lieblingsfilm oder auch welches Tier oder Werkzeug wir wären…
Nicht zu vergessen sind unsere nächtlichen Streichaktionen. Jede Nacht passierte etwas Unerwartetes… Wurden wir doch mitten in der 1. Nacht mit einer Zeitmaschine in die schweinheilige Factory-Welt transformiert, in der 2. Nacht durch eine Schlafwandlerin erkennbar früher geweckt und am 3. Morgen durch weitere Nachtschwärmer überrascht sowie mit einem feinen Frühstück beschenkt.
Kurz zusammengefasst: eine kreative und erlebnisreiche Woche mit einem spannenden Thema! Darf einfach nicht verpasst werden!
By Seraina
Wochenbericht vom 10. - 13. Januar 2010
Einstiegswoche
Wir haben mit 17 begeisterten Factoryanern das neue Semester gestartet!
Hier ein etwas längerer Einblick in die Einstiegswoche!
Voll gepackt mit einem fetten Rucksack und einer Reisetasche trafen wir am Sonntagmorgen in der Factory ein. Die obligate Kennenlern-Runde mit Weggli und Kaffi musste dem Gottesdienst nach einer halben Stunde weichen. Nach der Einsegnung gab es die unentbehrliche Spaghetti-Wienerli-Suppe.
Gruppeneinteilung! Für jede Gruppe gab es einwenig Verpflegung, sowie drei Couverts in welchen die jeweiligen Tagesaufgaben beschrieben waren. Vier der Fünf Gruppen wurden an einem unbekannten Ort „ausgesetzt“ die fünfte startete von Burgdorf aus.
Die fünf Gruppen an je drei bis vier Personen waren von Sonntagmittag bis Montagnachmittag selbständig unterwegs. Meine Gruppe wurde in Rubigen ausgesetzt wo wir das erste Couvert aufmachten. Die erste Aufgabe bestand darin unsere Erwartungen für die folgenden Tage auszutauschen und dafür zu Beten. Dies wollten wir nicht an der „Hauptstrasse“ besprechen und beschlossen das Bistro auf der gegenüberliegenden Strassenseite aufzusuchen. Klingt einfacher als es ist da wir unsere Portemonnaies sowie Natels zuvor abgeben mussten. So betreten wir zu dritt, mit unseren Rucksäcken das kleine Bistro. „Grüezi, wir sind von unserer Schule ausgesetzt worden und machen nun einen Überlebenstag. Könnten sie sich vorstellen uns mit einer warmen Schokolade zu Sponsern?“ Kombiniert mit einem Hundeblick hatten wir Erfolg.
Nach dem Austauschen, Beten für die folgende Zeit und dem Schokoladentrinken machten wir uns auf den Weg Richtung Worb. Der Wunsch mit dem Auto mitgenommen zu werden wurde uns verweigert worauf wir in Worb angekommen auf das alt bewährte Ticket-Sponsoring zurückgriffen. Nach sagenhaften drei Anfragen hatten wir das Geld schon zusammen und konnten unser Weg nach Langnau fortsetzen.
Voller Tatendrang gehen in die erste Pizzeria gegenüber dem Bahnhof Langenthal wo wir einen weiteren Auftrag erfüllen möchten – „Menschen des Friedens“ finden und ihnen dienen. „Grüezi, wir sind an einem Überlebenstag von unserer Schule aus und wollte fragen ob wir ihnen etwas helfen können?“ Der Chef: „Helfen? – Jetzt? Nein! Aber wollt ihr eine Pizza?“ Diesem Angebot konnten wir nicht widerstehen ...
Die Pizza war hervorragend doch hatten wir noch keinen Schlafplatz. Nach Herumfragen bei Wohnhäusern klopften wir am Reformierten Pfarreihaus an wo uns schliesslich auch Unterkunft gewährt wurde. Wir bekamen Matratzen aus der Zivilschutzanlage womit wir uns im Velo-Keller zum schlafen niederlegten. Das Erwachen am nächsten Morgen war sowie für die Putzfrau wie auch für uns nicht nur erfreulich da wir unser Lager genau beim dem Hintereingang platzierten, so dass es einen schreckhaften Zusammenstoss gab. Zumindest waren alle richtig Wach und bereit für den Dienst, welchen wir hier verrichten durften.
Die heutige Tagesaufgabe war es einen Schlitten und diverses anderes Material aufzutreiben, den Menschen zu dienen und zwischen 16.00 und 17.00 Uhr auf dem Sörenberg in Cevi-Haus zu sein. Kein Anspruchslose Aufgabe! Los los los, lautete die Parole. Schnell war Geld für das Zug- und Postauto-Ticket gefunden, was man vom Schlitten nicht behaupten konnte. Knapp bevor der Zug fuhr hatte doch ein Gastwirt erbarmen mit uns und opferte seinen Schlitten. Alles weitere war ein Kinderspiel – Mittagessen auftreiben, Tickets lösen, Sonnenbrillen montieren, Mitgenommen werden bis zu der Cevi-Hütte, auf die Leiter warten, Hinterhalt bauen, Schlitten einweihen, Zimmer verbarrikadieren, austauschen, ... Nach dem gemütlichen Fondue-Essen genossen wir den Schlaf im Massenschlag.
Der Dienstag stand unter dem Motto: Kennenlernen. Stefano und Doris Lindsay erzählten aus ihrem Leben und diverse Schlittel-Spiele trugen auch dazu bei, wobei – dies ist sehr wichtig – unsere Gruppe „Si certo“ den ersten Preis holte!
Nach der Factory-Regel-Einführung und weiteren Kennenlern-Aktivitäten besuchten wir noch die Kambly-Fabrik wo wir uns nochmals so richtig die Bäuche voll schlugen damit wir für die kommenden Tage ohne Factory gut gerüstet waren.
Factory rockt!
by Sidi
|